Dr. med. Anand Dave –  Johann J. Hompesch  

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Meniskus

   

 

Grundlagen:

Die Menisken (Innen und Außenmeniskus) des Kniegelenkes wirken aufgrund ihrer Form und Lage zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein als Gelenkstabilisatoren. Gleichzeitig dienen sie als Stoßdämpfer. Die Menisken bestehen aus Faserknorpel, die elastische Eigenschaften aufweisen.

Durch den Meniskus werden Zug- und Belastungskräfte zwischen Oberschenkel und Unterschenkel ausgeglichen. 

Man unterscheidet den Innen- und den Außenmeniskus, wobei die Menisken jeweils nur im Bereich des kapselnahen Drittels gut durchblutet sind. Die mehr dem Kniegelenk zugewandten Seiten werden nur schlecht mittels Diffusion ernährt und haben so bei Rissformen schlechte Aussicht auf Heilung. 

Man unterscheidet zwischen traumatischen Meniskusschäden, also Meniskusschäden die durch einen Unfall entstanden sind, sowie Meniskusschäden, die degenerativer Natur, also aufgrund einer Verschleißerkrankung bedingt sind. Die meisten Patienten mit Meniskusschäden haben keinen entsprechenden Unfall. Die Möglichkeit zur spontanen Heilung ist aufgrund der schlechten Durchblutungssituation in dem schlecht durchbluteten Gewebe sehr eingeschränkt. 

 

 

Diagnostik der Meniskusschädigung:

Schon die klinische Untersuchung des Patienten sowie die genaue Befragung des Krankheitsverlaufes können sehr genau die dringende Verdachtsdiagnose einer Meniskusschädigung erkennen lassen.

Unterstützt wird dies durch unterschiedliche Meniskustests. Zusätzlich helfen Röntgenbilder ggf. sonographische und kernspintomographische Untersuchungen weiter, wobei die größte Bedeutung jedoch der Untersuchung und der Befragung des Patienten zukommt.

Meniskuserkrankungen müssen nicht unbedingt sofort operiert werden, denn Verschleißerkrankungen des Meniskus können zu Reizzuständen führen, die unter Umständen mit konservativen Behandlungsmaßnahmen wie z.B. Medikamenteneinnahme, Ultraschallbehandlungen oder kurzfristigen Ruhigstellungen zur Ruhe kommen können.

Oftmals ist jedoch diese Behandlungsmaßnahme nicht ausreichend, sodass eine Operation erforderlich ist.

 

 

Meniskusresektion:

Bis weit in die 80-iger Jahre war es medizinischer Standard, dass bei einem Riss des Meniskus, der komplette Meniskus entfernt werden musste. Erst im Laufe der folgenden Jahre hat man festgestellt, dass die Entfernung des kompletten Meniskus zu einem vorzeitigen Verschleiß im betroffenen Kniegelenk führt.

Seinerzeit wurde die Meniskus-OP noch offen, d.h. durch einen wenigen cm großen Schnitt durchgeführt.

Die Meniskuschirurgie hat in den folgenden Jahren einen Wandel erfahren, in dem die Operationen fast ausschließlich arthroskopisch durchgeführt werden.

Hierbei beschränkte man sich darauf, nur den zerrissenen oder defekten Meniskusanteil zu entfernen. Gemäß dem Motto soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

Da in einer Vielzahl der Fälle Meniskusoperationen bei Verschleißerkrankungen, also bei verschlissenen Menisken durchgeführt werden, kann dies bedeuten, dass wie bei einer morschen Tischplatte unter Umständen zwar nur der zerrissene Anteil weggeschnitten wurde, aber das Restgewebe des Meniskus der ebenfalls „ morsch „ ist, später weiterhin Beschwerden machen kann, sodass eine weitere Nachresektion erforderlich wird.

Diese Teilentfernungen der Menisken haben die Nachbehandlungszeit, die frührer mehrere Monate betrug, nun auf einige Wochen reduziert, wobei Sportfähigkeit sicherlich auch erst nach rund 8 Wochen erreicht wird.

 

 

Meniskusrefixation:

Nachdem man zunächst noch bis weit in die 80-iger Jahre den Meniskus komplett entfernt hatte und seit Mitte bis Ende der 80-iger Jahre die Meniskusteilentfernung arthroskopisch durchführt, hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr die Meniskusrefixation in den Vordergrund geschoben.

Man steht heutzutage auf dem Standpunk, dass falls Erfolgsaussichten auf Heilung bestehen,  man, den Meniskus zu erhalten versuchen sollte.

Wie schon zuvor berichtet, sind die Heilungsaussichten des Meniskus lediglich im kapselnahen also im besser durchbluteten Anteil möglich.

Heutzutage gibt es verschiedene Arten von Nahtmaterialen oder Nahtankern, um einen gerissenen Meniskus wieder zu befestigen.

Leider heilen nicht alle Menisken ein, sodass man evtl. in einem Zweiteingriff doch noch den  nicht eingeheilten Anteil entfernen muss. Man nimmt dies jedoch in Kauf, nach dem Motto, wegschneiden kann man den Meniskus ja immer noch und versäumt so nicht die Chance, ggf. ein Einheilen des Meniskus versäumt zu haben.

Der Nachteil dieser Methode ist in der weitaus längeren Nachbehandlungszeit zu sehen, da der abgerissene Meniskus aufgrund der schlechten Durchblutungssituation eine viel längere Nachbehandlung und Ruhezeit benötigt. Die sportliche Belastung ist in solchen Fällen erst nach 4-6 Monaten möglich.

 

In der Animation sehen Sie eine Möglichkeit der Meniskusrefixation.

Es sind aber auch andere Nahttechniken möglich oder Refixationen mittels Nahtankern, die wie eine Art Pfeil mit Widerhaken funktionieren

 

 

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Meniskusersatz:

Zur Zeit gehen viele Bestrebungen dahin, einen Ersatz für den Meniskus zu finden. Diese Bestrebungen sind nicht neu, sondern schon seit Jahrzehnten in Angriff genommen worden, wobei bislang jedoch noch kein geeignetes Material gefunden wurde. Zur Zeit kann bzgl. des Meniskusersatz gesagt werden, dass viele Studien laufen, die jedoch noch keine abschließende Bewertung zum jetzigen Zeitpunkt gestatten.

 

 

               
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